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Zusammenarbeit mit der Astrid-Lindgren-Schule Moordorf 

Angeregt durch die Mutter eines Bogenschützen, die Lehrkraft an der Astrid-Lindgren-Schule, einer überregionalen Einrichtung für geistig beeinträchtigte Jugendliche in Moordorf ist, haben wir Anfang 2005 überlegt, ob und wenn ja durch Bogenschießebn die soziale Entwicklung und insbesondere die Feinmotorik im Arm- und Handbereich der Jugendlichen gefördert werden kann.

Erstmals im Schuljahr 2005/06 wurden im Rahmen einer Arbeitsgemeinschaft sechs Jugendliche von drei Trainern/innen unterrichtet, wobei die schulische Aufsicht bei einer Erzieherin lag. Da die Bogenabteilung das Material unentgeltlich zur Verfügung stellt und die Trainer ehrenamtlich tätig sind, ist die Schule finanziell in der Lage, einen Bus zu mieten und dieJugendlichen zum Trainingsgelände zu bringen und wieder abzuholen. Die Unterweisung dauert für die Schüler grundsätzlich ein halbes Jahr, in dem sie die Grundlagen des Bogenschießens erlernen.

Es stellte sich heraus, dass bei fast allen die gegenseitige Wertschätzung, die eigene Konzentrationsfähigkeit und insbesondere bei den Spastikern und den Jugendlichen mit Downsyndrom die Koordination der Oberkörpermuskulatur sowie die Feinmotorik der Hände gefördert wird. Die Schülerinnen und Schüler sind in aller Regel mit Begeisterung bei der Sache. Ihr freundliches Auftreten, ihre Offenheit und Spontanität ist für die Betreuer immer wieder ein Grund zur Freude; sie möchten die wöchentlichen Stunden selbst nicht missen.

Der Integration der beeinträchtigten Jugendlichen in die Bogenabteilung sind wegen der in der Regel weiten Anfahrtswege und der Sicherheits-anforderungen -es kann nicht immer ein Betreuer unmittelbar neben dem Schützen stehen- Grenzen gesetzt. In einigen Fällen ist dies aber gelungen; unser Michael S. nimmt sogar mit Erfolg an Wettkämpfen teil.

Wir freuen uns , dass wir im  Jahr 2015 das 10-jährige Bestehen der Arbeitsgemeinschaft feiern konnten.