ASV: Bezirksmeister Luftgewehr Auflage 2024

ASV­ Fün­fer­staf­fel: Mein­hard Boh­len, Man­fred Are­nds, Sieg­fried Jans­sen, Ant­je Pirn­gru­ber, Ilse Jans­sen, Rena­te Janssen

Die Fün­fer­staf­fel des Auricher Schüt­zen­ver­eins hat am ver­gan­ge­nen Wochen­en­de mit 21 : 9 den Meis­ter­ti­tel der Bezirks­li­ga Luft­ge­wehr Auf­la­ge erzielt. Erst­ma­lig in die­ser Liga ange­tre­ten, setz­ten sich Man­fred Are­nds, Ant­je Pirn­gu­ber, Sieg­fried Jans­sen, Rena­te Jans­sen und Mein­hard Boh­len gegen die Man­schaf­ten der sie­ben ande­ren Schüt­zen­ver­ei­ne durch. Bei den Aurichern brach natür­lich gro­ßer Jubel aus. Aller­dings – es war ein denk­bar knap­pes Ergeb­nis ­ dicht gefolgt vom SV Ost­rhau­der­fehn mit 20:10 auf Platz zwei und dem SV Hin­te mit 17:13 auf dem drit­ten Platz.

Alle Schüt­zen zeig­ten sport­lich hoch­wer­ti­ge Begeg­nun­gen auf ver­gleich­ba­ren Niveau. Inner­halb von 30 Minu­ten müs­sen 30 Schüs­se abge­ge­ben wer­den. Dabei sind maxi­mal 300 Rin­ge zu erzie­len – und nicht weni­ge Schüt­zen erreich­te die­se Höchst­zahl auch. Das for­der­te zum Teil star­ke Ner­ven und oft auch ein Ste­chen ab.

In der Ein­zel­wer­tung kam Man­fred Wol­len­berg vom SV Ost­rau­der­fehn bei den ins­ge­samt sechs Run­den mit 1793 Rin­gen Platz eins. Bei regu­lär 180 abge­ge­be­nen Schüs­sen konn­ten in allen Run­den maxi­mal 1800 Rin­ge erzielt wer­den. Prak­tisch bedeu­tet das, jeder Schuss muss ein Tref­fer auf die 10 sein. Selbst für Meis­ter­schüt­zen schwer erziel­bar. Eine 9,9 gibt bereits einen Abzug der ins­ge­samt erziel­ba­ren Rin­ge. Clau­dia Nickisch vom SV Hin­te kam in der Ein­zel­wer­tung mit 1790 Rin­gen auf Platz zwei, Han­ne­lo­re Kulmann­ Mey­er vom SV Hol­ter­fehn mit 1787 Rin­gen auf Platz drei. Mann­schafts­punk­te und Ein­zel­punk te der Sport­schüt­zen bil­den zusam­men die Gesamt­wer­tung und den Platz auf der Tabelle.

Was bei die­ser Liga auch bei Zuschau­ern für Span­nung sorgt, sind die erst kürz­lich geän­der­ten Wett­kampf­re­geln. Weil kei­ne Zehn­tel mehr gezählt wer­den, son­dern nur die gan­ze Ring­zahl, haben Schüt­zen kei­ne Chan­ce, bei einen „Fehl­schuss“ – etwa einer 9,9 ­ im Ver­lauf des Wett­kampfs die­sen wie­der „wett zu machen“ – etwa mit einer Serie 10,9 oder 10,8. Es zählt nur die neun oder die zehn. Dazwi­schen gibt es nichts.

Unge­wöhn­lich oft kam es bei die­sen Begeg­nun­gen zum Ste­chen. Auch dabei wer­den zu ­ nächst nur gan­ze Tref­fer gezählt. Erst wenn es beim Ste­chen kei­ne Ent­schei­dung gibt, wer­den die Tref­fer nach dem Kom­ma gezählt. Dann kommt es auf Bruch­tei­le eines Mil­li­me­ters an. Auch das gab es in die­ser Liga gleich mehr­fach, was auf den hohen Trai­nings stand der betei­lig­ten Schüt­zen schlie­ßen lässt.

Für Schüt­zen, die ins Ste­chen müs­sen, ist dabei ein Höchst­maß an Kon­zen­tra­ti­on und in nerer Ruhe gefor­dert. Anders als bei den Begeg­nun­gen der Bun­des­li­ga, ist bei der Bezirks­li­ga am Schieß­stand abso­lu­te Ruhe ange­sagt. Mög­li­cher­wei­se wird sich das im Lau­fe der Zeit noch ändern – jeden­falls dann, wenn auch die Bezirks­li­ga mit mehr Zuschau­ern ihre Wett­kämp­fe austragen.

Das wün­schen sich vie­le Ver­ei­ne – wenn­gleich das für die Schüt­zen selbst, die Sache nicht leich­ter macht. Im Gegen­teil, von Trö­ten, Ras­seln und Trom­pe­ten dür­fen sich die Sport­ler in kei­ner Wei­se ablen­ken las­sen – auch wenn es dazu die­nen soll, die eige­nen Schüt­zen zu befeuern.

Für den Auricher Schüt­zen­ver­ein bedeu­tet die Meis­ter­schaft nun ein Auf­stieg in die Ober­li­ga. Das ver­spricht wei­te­re span­nen­de Begeg­nun­gen der Sport­schüt­zen hie­si­ger Ver­ei­ne, deren Leis­tun­gen beach­tens­wert sind. Immer­hin: die Ver­ei­ne haben in den den ver­gan­ge­nen Jah­ren viel in moder­ne Schieß­an­la­gen inves­tiert, so dass der­ar­ti­ge span­nen­de Liga­-Wett­kämp­fe auf hohem sport­li­chen Niveau mög­lich gewor­den sind.

Die Kommentare sind geschlossen.