
ASV Fünferstaffel: Meinhard Bohlen, Manfred Arends, Siegfried Janssen, Antje Pirngruber, Ilse Janssen, Renate Janssen
Die Fünferstaffel des Auricher Schützenvereins hat am vergangenen Wochenende mit 21 : 9 den Meistertitel der Bezirksliga Luftgewehr Auflage erzielt. Erstmalig in dieser Liga angetreten, setzten sich Manfred Arends, Antje Pirnguber, Siegfried Janssen, Renate Janssen und Meinhard Bohlen gegen die Manschaften der sieben anderen Schützenvereine durch. Bei den Aurichern brach natürlich großer Jubel aus. Allerdings – es war ein denkbar knappes Ergebnis dicht gefolgt vom SV Ostrhauderfehn mit 20:10 auf Platz zwei und dem SV Hinte mit 17:13 auf dem dritten Platz.
Alle Schützen zeigten sportlich hochwertige Begegnungen auf vergleichbaren Niveau. Innerhalb von 30 Minuten müssen 30 Schüsse abgegeben werden. Dabei sind maximal 300 Ringe zu erzielen – und nicht wenige Schützen erreichte diese Höchstzahl auch. Das forderte zum Teil starke Nerven und oft auch ein Stechen ab.
In der Einzelwertung kam Manfred Wollenberg vom SV Ostrauderfehn bei den insgesamt sechs Runden mit 1793 Ringen Platz eins. Bei regulär 180 abgegebenen Schüssen konnten in allen Runden maximal 1800 Ringe erzielt werden. Praktisch bedeutet das, jeder Schuss muss ein Treffer auf die 10 sein. Selbst für Meisterschützen schwer erzielbar. Eine 9,9 gibt bereits einen Abzug der insgesamt erzielbaren Ringe. Claudia Nickisch vom SV Hinte kam in der Einzelwertung mit 1790 Ringen auf Platz zwei, Hannelore Kulmann Meyer vom SV Holterfehn mit 1787 Ringen auf Platz drei. Mannschaftspunkte und Einzelpunk te der Sportschützen bilden zusammen die Gesamtwertung und den Platz auf der Tabelle.
Was bei dieser Liga auch bei Zuschauern für Spannung sorgt, sind die erst kürzlich geänderten Wettkampfregeln. Weil keine Zehntel mehr gezählt werden, sondern nur die ganze Ringzahl, haben Schützen keine Chance, bei einen „Fehlschuss“ – etwa einer 9,9 im Verlauf des Wettkampfs diesen wieder „wett zu machen“ – etwa mit einer Serie 10,9 oder 10,8. Es zählt nur die neun oder die zehn. Dazwischen gibt es nichts.
Ungewöhnlich oft kam es bei diesen Begegnungen zum Stechen. Auch dabei werden zu nächst nur ganze Treffer gezählt. Erst wenn es beim Stechen keine Entscheidung gibt, werden die Treffer nach dem Komma gezählt. Dann kommt es auf Bruchteile eines Millimeters an. Auch das gab es in dieser Liga gleich mehrfach, was auf den hohen Trainings stand der beteiligten Schützen schließen lässt.
Für Schützen, die ins Stechen müssen, ist dabei ein Höchstmaß an Konzentration und in nerer Ruhe gefordert. Anders als bei den Begegnungen der Bundesliga, ist bei der Bezirksliga am Schießstand absolute Ruhe angesagt. Möglicherweise wird sich das im Laufe der Zeit noch ändern – jedenfalls dann, wenn auch die Bezirksliga mit mehr Zuschauern ihre Wettkämpfe austragen.
Das wünschen sich viele Vereine – wenngleich das für die Schützen selbst, die Sache nicht leichter macht. Im Gegenteil, von Tröten, Rasseln und Trompeten dürfen sich die Sportler in keiner Weise ablenken lassen – auch wenn es dazu dienen soll, die eigenen Schützen zu befeuern.
Für den Auricher Schützenverein bedeutet die Meisterschaft nun ein Aufstieg in die Oberliga. Das verspricht weitere spannende Begegnungen der Sportschützen hiesiger Vereine, deren Leistungen beachtenswert sind. Immerhin: die Vereine haben in den den vergangenen Jahren viel in moderne Schießanlagen investiert, so dass derartige spannende Liga-Wettkämpfe auf hohem sportlichen Niveau möglich geworden sind.